Klar, der Feuerwehrdienst kann in manchen Situationen gefährlich sein. Durch eine gute Ausbildung, gewissenhaftes Vorgehen, höchste Konzentration und natürlich unsere Schutzkleidung können wir Risiken im Einsatzleben drastisch reduzieren.

Feuerkrebs – die heimtückische Gefahr

Neben Flammen, Rauch, scharfen Kanten und austretenden Gefahrstoffen, die akut an der Einsatzstelle auftreten, geraten mittel- und langfristige Risiken häufig in den Hintergrund. Die Rede ist unter anderem von Giftstoffen bzw. Atemgiften, die über kontaminierte Einsatzkleidung oder den direkten Kontakt an der Einsatzstelle in den Körper gelangen können.

Insbesondere der Cocktail toxischer Stoffe des Brandrauchs kann das Risiko für eine Krebserkrankung im Bereich verschiedener Organe erhöhen. Bekannt ist das Phänomen daher auch unter dem Namen „Feuerkrebs“. Umso erfreulicher ist es, dass sich bei diesem Thema in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten einiges getan hat.

TIPP: Nähere Informationen zum Thema Feuerkrebs gibt es unter www.feuerkrebs.de .

Schutz Feuerwehrangehöriger steht an erster Stelle

Heute ist das Bewusstsein für die häufig kaum sichtbare und schleichende Gefahr deutlich stärker ausgeprägt. Maßnahmen wie die gewissenhafte Dekontamination von Einsatzkleidung und die konsequente Nutzung von Atemschutzgeräten auch bei vielen Bränden im Freien helfen dabei, Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden zu schützen.

Gleiches gilt etwa für die sogenannte „Schwarz-Weiß-Trennung“ zwischen Einsatzkleidung und Privatkleidung in den Gerätehäusern. Die Zeiten, in denen mancher Feuerwehrangehörige seine kontaminierte Einsatzkleidung mit nachhause genommen und dort gewaschen hat, sind zum Glück längst vorbei.

Dennoch bliebt noch viel zu tun, um im Bereich der Prävention optimale Bedingungen zu schaffen und das Risiko, an „Feuerkrebs“ zu erkranken, auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Auch die Feuerwehr Braubach hat zum Schutz ihrer Wehrleute diverse Maßnahmen ergriffen. Darunter etwa die Beschaffung von eingeschweißter Wechselkleidung für die Atemschutzgeräteträger durch den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Braubach.

Über 1.300 Feuerwehrleute wollten auf den Brocken

Bei einem so wichtigen Thema kann es jedoch nicht genug Aufmerksamkeit geben. Das dachten sich auch einige unserer Kameraden. Gemeinsam mit über 1.300 anderen Feuerwehrleuten aus ganz Deutschland wollten sie ein Zeichen setzen.

Im Rahmen des „Firefighter Flashmob“ wollten sie gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden aus der ganzen Republik am 5.12. in voller Schutzkleidung durch den winterlichen Harz bis hinauf auf den Gipfel des 1.142 Meter hohen Brocken stapfen. Aufgrund der angespannten Corona-Situation wurde die Veranstaltung jedoch rund zwei Wochen vor dem Stichtag vernünftigerweise abgesagt.

 

Es wäre schließlich nicht auszudenken gewesen, welchen Einfluss ein Corona-Ausbruch im Zuge einer solchen Veranstaltung für die Einsatzbereitschaft hunderter Wehren in ganz Deutschland gehabt hätte. Von der Signalwirkung im Angesicht von Kontaktbeschränkungen und der Vorbildfunktion der Feuerwehren einmal völlig abgesehen.

Tipp: Du möchtest die Feuerwehr Braubach ebenfalls unterstützen? Dann tritt jetzt unserem Förderverein bei!

„Digitale Ersatzveranstaltung statt Brockentour“

Um dennoch ein Zeichen gegen den Feuerkrebs setzen zu können, riefen die Veranstalter zu einem digitalen Flashmob auf. Das Ziel: Eine kleine Wanderung in der Heimat unternehmen und ein Gruppenbild anfertigen. Auch sechs unserer Kameraden ließen sich diesen Aufruf nicht entgehen.

Kurzerhand wurde die geplante Brockentour in heimatliche Gefilde rund um die Marksburg verlagert. Ganz nebenbei sorgten unsere Kameraden nicht nur für Aufmerksamkeit, sondern konnten auch gleichzeitig etwas für ihre Fitness und damit die Leistungsfähigkeit im Einsatzdienst tun.

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