Rettungswurfleine

Wenn es um das Thema Wasserrettung geht, denken viele zuerst an den Einsatz von Rettungsbooten. Auch wir bringen bei diesem Stichwort grundsätzlich unser RTB schnellstmöglich zu Wasser.

Reach – Throw – Row – Go

Der Einsatz von Rettungsbooten ist dabei jedoch keinesfalls die einzige Möglichkeit Personen aus Fließgewässern, wie dem Rhein, zu retten. International und auch bei deutschen Wasserrettungsorganisationen hat sich der Grundsatz

  • Reach – Anreichen (einen Stock, eine Stange)
  • Throw – Werfen (eine Rettungwurfleine oder ähnliches)
  • Row – Paddeln/Bootseinsatz
  • Go – Schwimmen

zur Vorgehensweise in der Wasserrettung durchgesetzt. Die Reihenfolge der Maßnahmen ist dabei nach steigendem Risiko für den Retter gewählt. Ergänzt werden diese Maßnahmen noch durch den Einsatz von Hubschraubern zur Suche und zum Absetzen von Wasserrettern.

Die Rettungswurfleine

Parallel zum Einsatz von Booten und Hubschraubern suchen wir auch den Uferbereich ab. Unsere Einsatzkräfte sind dabei neben leistungsstarken Beleuchtungsgeräten und Funkgeräten auch mit Rettungswurfleinen ausgestattet.

Entdecken sie dabei eine im Wasser treibende Person, die noch bei Bewusstsein ist, können sie diese über Funk melden, um Boote heranzuführen. Parallel setzen unsere Einsatzkräfte ihre Rettungswurfleinen ein.

In den kleinen und handlichen Wurfsäcken befinden sich 18 Meter schwimmfähiges und leuchtgelbes Seil. Der Wurfsack wird über die im Wasser treibende Person hinweg geworfen. Hat man dabei gut genug gezielt, kann die Person das Seil greifen und wird an Land gezogen.

Regelmäßige Übung

Damit das auch im Einsatz gut funktioniert, trainieren wir das Werfen mit Rettungswurfleinen regelmäßig – auch auf sich bewegende Personen. Schließlich fließt der Rhein vor unserer Haustüre recht schnell.

Auf jedem Fahrzeug

Da die Besatzungen all unserer Fahrzeuge zur Suche im Uferbereich eingesetzt werden können oder in die Verlegenheit kommen können zufällig als Erstes am Einsatzort zu sein, führen wir Rettungswurfleinen auf all unseren Fahrzeugen mit.

Auch auf unserem Rettungsboot führen wir zwei dieser Wurfsäcke mit. Sie vergrößeren den Aktionsradius des Bootes bei der Wasserrettung deutlich und können hilfreich sein, wenn wir zum Beispiel aufgrund einer zu geringen Wassertiefe nicht an eine Person heranfahren können.

Möglich ist die Beschaffung dieser zusätzlichen und nur bei wenigen Feuerwehren vorhandenen Ausrüstung nur durch unseren Förderverein.

Enge Zusammenarbeit

Wie bei den meisten unserer Einsätze ist eine enge Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen unerlässlich für den Erfolg.

Das gilt bei Wasserrettungseinsätzen auf dem Rhein in besonderem Maße. Zum einen ist die abzusuchende Fläche sehr groß, die Einsatzstelle bewegt sich durch die Strömung ständig weiter und für eine erfolgreiche Rettung verbleibt nur wenig Zeit.

Deshalb werden auch grundsätzlich mehrere Feuerwehren oder Wasserrettungsorganisationen auf beiden Seiten des Rheins alarmiert. Wir sind sehr froh über die vertrauensvolle und professionelle Zusammenarbeit, die sich hier in den letzten Jahren entwickelt hat.

 

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