Nach  dem Lehrgangsabschluss am 25.09.2021 stand für die frisch gebackenen Atemschutzgeräteträger der VG Loreley am 23.10.2021 ein echtes Highlight an. Insgesamt 16 Kameradinnen und Kameraden (darunter auch ein Kamerad aus Braubach) nahmen am vergangenen Samstag an der sogenannten „Heißausbildung“ im Trainings- und Kompetenzzentrum (TKZ) in Miehlen teil. In Begleitung von Ausbilder Bernd Rammersbach (Einheit Patersberg) trafen sich die Atemschutzgeräteträger um 8 Uhr auf dem Gelände des TKZ. Nach einer umfangreichen Sicherheitsbelehrung und einem reichhaltigen Frühstück, konnte es mit dem Einkleiden und der der Einweisung in die vor Ort vorgehaltene Atemschutztechnik losgehen.

 

Rauch, Reifen und Röhren

Kurz darauf stand bereits die erste Herausforderung an: In Zweier- und Dreiertrupps galt es gleich mehrere mit Hindernissen wie Autoreifen, Tunneln, Leitern und Luken gespickte Seecontainer zu „durchkriechen“. Neben Rauch, Hitze und Enge machte den AGTs auch das Mitschleppen von zusätzlichem Ballast zu schaffen. Während die Trupps im Inneren die Orientierung bei Nullsicht und durchschnittlichen Umgebungstemperaturen von ca. 70 bis 150 Grad übten, übernahmen die verbleibenden Kameraden u.a. Aufgaben wie die Atemschutzüberwachung. Auch das korrekte Ablegen der mit Schadstoffen kontaminierten Schutzausrüstung spielte eine wichtig Rolle.

 

Ein paar Sätze „heiße Ohren“

Nach dem Mittagessen stand dann das Strahlrohrtraining auf dem Stundenplan. In Begleitung der Ausbilder des TKZ ging es für die Trupps in einen weiteren Trainingscontainer. Dort konnten die Teilnehmer nicht nur das Verhalten von Rauch und Flammen in geschlossenen Gebäuden studieren, sondern auch selbst mit dem Strahlrohr tätig werden. Neben der Fortbewegung in Brandräumen brachten die drei Ausbilder des TZK den Atemschutzgeräteträgern Themen wie Rauchgaskühlung, hydraulische Ventilation von Brandräumen und nicht zuletzt das effiziente Ablöschen von Bränden mit geringstmöglicher Eigengefährdung bei. Im Rahmen dieses Teilmoduls lernten die Teilnehmer u.a. auch am eigenen Leib, wie sehr das Einbringen von Wasser in den Brandraum die Temperatur und die Sichtverhältnisse beeinflusst. Dem einen oder anderen wurde es dabei recht heiß um die Ohren, was dem Respekt vor dem Ernstfall sicherlich nicht ungelegen kommt.

 

Gelungene Vorbereitung auf anstehende Aufgaben

Am Ende des gut achtstündigen Seminars waren sich die Teilnehmer einig, dass die Realbrandausbildung eine ideale Möglichkeit war, das im Lehrgang erlernte unter „realen“ Bedingungen umzusetzen und so gut vorbereitet in zukünftige Einsätze zu gehen. Und so wurden alle AGTs nach einer kurzen Abschlussbesprechung mit einem Lächeln in den sonnigen Restsamstag entlassen. An dieser Stelle möchten wir Bernd Rammersbach und den Ausbildern des TKZ ein Dankeschön übermitteln. Ferner gilt unser Dank der TKZ-NRW GmbH für die Bereitstellung des Bildmaterials. 

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